Anlagen und Arbeitsmittel in Ex-Bereichen erfordern spezielle Sicherheits-Prüfungen

Der Beschichtungshersteller Atcoat GmbH lässt Franke + Pahl prüfen

Projektleiter Alexander Morasch (li) und der stellv. Geschäftsbereichsleiter
Nils Blam von Franke + Pahl besprechen die Prüfergebnisse

In explosionsgefährdeten Bereichen eines Unternehmens ist besondere Vorsicht geboten, um Explosionen und Brände zu vermeiden. Deshalb sind für sämtliche Anlagenteile, Arbeitsmittel und Ausstattungen zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme und danach regelmäßig Prüfungen durchzuführen, und zwar elektrische und nicht-elektrische. Ex-Anlagen bedürfen mindestens alle 6 Jahre einer Ordnungsund Detailprüfung, nach max. 3 Jahren einer Ordnungsund Nahprüfung und jedes Jahr einer Sichtprüfung. Dabei geht es nicht nur um die Funktion der Geräte, sondern auch der Schutzsysteme sowie der Sicherheits-, Kontroll- und Regeleinrichtungen. Festgelegt ist all dies in der Betriebssicherheitsverordnung BetrSichV und den Technischen Regeln der Betriebssicherheitsverordnung TRBS. Während die elektrischen Prüfungen geradezu offensichtlich sind, geht es bei den nicht-elektrischen um Verschmutzung, Korrosion, Reibung, Drehung, Bewegung, die eine Explosion auslösen können. Häufig auftretende Mängel sind beispielsweise fehlender, defekter oder unvollständig montierter Potenzialausgleich, Folien und einlaminierte Dokumente im Ex-Bereich, eine unvollständige Dokumentation oder auch Verschmutzung und Korrosion an Bauteilen.
Als Hersteller von Kunstharzen und Spezialitäten für Beschichtungen wie beispielsweise Additive, Standöle und Masterbatches verarbeitet die Atcoat GmbH mit Produktionsstätten in Düren und Hamburg chemische Grundprodukte und produziert daher in Ex-Bereichen. Das international tätige Unternehmen hat seinen Ursprung im Jahr 1864 als Farbenund Lackfabrik und wird in 5. Generation als Familienunternehmen geführt.

Da Atcoat die Firma Franke + Pahl schon aus Projekten im Rohrleitungsbau kannte, wurden wir auch mit den Prüfungen in Ex-Bereichen betraut.

Zunächst wurden die Reaktoren 3 und 4 geprüft, in denen Grundstoffe hergestellt werden. Dort werden verschiedene Komponenten zugeführt und per Rührwerk gemischt. Geprüft wurde jedes einzelne Bauteil der Anlage wie Pumpen, Ventile und Sensoren – auf fachgerechte Montage, ordnungsgemäße Funktion, geeignete Auslegung für die im Ex-Schutz-Dokument festgelegte Zone, Beschriftung, Verschmutzung, Zündschutz, Beschädigungen, Gehäusedichtigkeit und vieles mehr. Vom erstellten Prüfprotokoll werden dann die notwendigen Maßnahmen abgeleitet. Zu einer ordnungsgemäßen Prüfung gehört auch die Sichtung der vorhandenen Dokumentation: Aktualität des Ex-Schutz-Dokuments mit Zoneneinteilungsplan, Betriebsanweisungen und -anleitungen, EG-Konformitätserklärung, Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsmittelliste und elektrische Schaltpläne. Unter der Regie von Franke + Pahl Projektleiter Alexander Morasch für die Elektrik und Nils Blam, stellv. Geschäftsbereichsleiter, für die Mechanik haben je ein speziell ausgebildeter Prüfer in drei Wochen die nicht-elektrische und in 5 Wochen die elektrische Seite genauestens geprüft und dokumentiert.

Martin Peters, unser Ansprechpartner bei Atcoat, ist mit unserer sachund fachkundigen Arbeit sehr zufrieden, so dass Angebote für weitere Anlagenteile bereits laufen.

Ihr Ansprechpartner:

Nils Blam
Tel. 040/736 27-166
n.blam(at)franke-pahl.de